Pferde- und Koppelzäune

Pferde- und Koppelzäune aus kesseldruckimprägnierter Kiefer: Vierkantpfosten gehobelt oder sägerau, gespitzte Rundpfähle und Vierkantriegel in KDI-braun. Einzeln kombinierbare Bauteile für Weide, Paddock und Reitplatz – für Reitanlagen ebenso wie für die eigene Koppel.

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Pferde- und Koppelzäune: Sicherheit für das Tier zuerst

Ein Koppelzaun muss zwei Dinge leisten: Er hält das Pferd auf der Fläche, und er verletzt es nicht, wenn es dagegen läuft. Der zweite Punkt wird oft unterschätzt. Pferde drängen, scheuern sich, legen sich an den Zaun und geraten im Ernstfall in Panik – was dann passiert, entscheidet die Bauweise.

Holz hat hier einen Vorteil gegenüber gespanntem Draht und starren Konstruktionen: Ein Holzriegel gibt unter hoher Last nach und bricht, statt zu schneiden oder das Tier festzuhalten. Montiert werden die Riegel auf der Weideseite der Pfosten, damit der Druck des Pferdes auf den Pfosten wirkt und nicht auf die Schrauben.

Woraus ein Koppelzaun besteht

Der Zaun wird aus einzelnen Bauteilen zusammengestellt, nicht als fertiges Element gekauft. Darauf kommt es an:

  • Pfosten – Vierkant oder Rundpfahl; gespitzte Pfosten lassen sich einschlagen, gerade abgelängte werden gesetzt
  • Riegel – Vierkantriegel als durchlaufende Ebene, üblich sind zwei bis drei Ebenen übereinander
  • Kanten – gehobelte Pfosten mit gerundeten Längskanten und gefastem Kopf bieten keine Splitterkanten in Tierhöhe
  • Verbindungsmittel – verzinkt oder aus Edelstahl, versenkt eingebracht, ohne überstehende Köpfe oder Spitzen
  • Ecken und Tore – kräftiger dimensionieren, denn sie nehmen den Zug der gesamten Zaunlinie auf

Höhe, Riegelabstände und Eckensituation

Als Orientierung dient der Widerrist: Liegt der oberste Riegel etwa auf dieser Höhe, nimmt das Pferd den Zaun als Grenze wahr und lehnt sich nicht darüber. Bei Fohlen und Ponys zählt zusätzlich der untere Bereich – die Abstände zwischen den Riegeln sollten so gewählt sein, dass weder Bein noch Kopf hindurchpassen und stecken bleiben können.

Planen Sie Ecken stumpf oder abgerundet, wenn mehrere Pferde zusammen laufen. In spitzen Ecken werden rangniedere Tiere gedrängt und finden keinen Ausweg.

Der Pfostenabstand richtet sich nach der Riegellänge: Jeder Riegel sollte auf zwei Pfosten aufliegen und an den Stößen mittig auf einem Pfosten enden. Wo Pferde bekanntermaßen scheuern oder über den Zaun fressen, ergänzen viele Halter zusätzlich eine stromführende Leitung auf der Innenseite – das schont Riegel und Pfostenkanten.

Kiefer KDI-braun im Erdkontakt

Kiefer ist ein Weichholz und im Freien auf Imprägnierung angewiesen. Bei der Kesseldruckimprägnierung wird das Schutzmittel unter Druck eingebracht und sitzt damit nicht nur an der Oberfläche. Die braune Einstellung wirkt auf Weide und Reitanlage zurückhaltender als grün imprägniertes Holz.

Kürzen Sie Pfosten möglichst nicht am Fußende: Jeder Sägeschnitt öffnet Holz, das die Imprägnierung nicht erreicht hat. Sägeraue Pfosten sind für den reinen Weidezaun üblich, gehobelte dort, wo der Zaun auch die Anlage nach außen zeigt.

Gespitzte Pfosten lassen sich mit Handramme oder Einschlaggerät setzen. Das hält in gewachsenem Boden meist besser als Einbetonieren, weil Beton Wasser am Pfostenfuß staut. Kontrollieren Sie die Standfestigkeit der Pfosten nach dem ersten Winter noch einmal und ziehen Sie gelockerte Riegelverbindungen nach.

Mengen planen und anliefern lassen

Gehen Sie die Zaunlinie vor der Bestellung in Pfostenabständen durch und legen Sie Tore, Ecken und Übergänge fest. Pfostenzahl und Riegellängen hängen unmittelbar davon ab, und ein fehlendes Torfeld hält die ganze Montage auf.

Zaunmaterial für eine Koppel ist eine Fuhre für sich. Holzhof Rheinsberg sitzt in Brandenburg, liefert mit eigenem LKW und gibt Pfosten und Riegel auch zur Selbstabholung mit.